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Vereinschronik der
Turnerschaft Steinmauern 1909 e.V.


Die Turnerschaft Steinmauern wurde am 10.Juni 1909 im Gasthaus zur Blume gegründet, und zwar zur "Stärkung des Körpers und des Geistes".
Die ersten Turnstunden wurden im Garten vom Gasthaus "Zur Blume" abgehalten. Später ist man auf den Kirchenplatz ausgewichen, was aber von dem damaligen Ortsgeistlichen nicht gelitten wurde. Der Wirt vom Anker stellte seinen Saal zur Verfügung. Danach war der "Anker-Saal" bis zum Erbau der Turnhalle 1963 Übungslokal. Außerdem fanden dort bis in die 60er Jahre viele Wintervergnügen und Theateraufführungen der Laienspielgruppe statt.

1913 wurde bei der Generalversammlung eine Fußballabteilung innerhalb des Vereins gegründet.
Erstes Großereignis für den noch jungen Verein war die Fahnenweihe im Jahr 1913. Die heutige Vereinsfahne hat also Tradition, denn es ist immer noch diese von damals, die nur 1959 beim 50- jährigen Jubiläum und nochmals 1999 zum 90- jährigen Jubiläum restauriert worden ist.

Der  1. Weltkrieg brachte dem aufstrebenden Verein einen nicht gewollten Stop.
28 Vereinsmitglieder kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Während des Krieges lag das Vereinsleben fast völlig still. Gleich nach Kriegsende wurde der Verein wieder zu neuem Leben erweckt. Zu Ehren der Heimkehrer aus Krieg und Gefangenschaft wurde im März 1920 eine Begrüßungsfeier ausgerichtet.
Der Verein nahm nach dem Kriege einen guten Aufschwung und auch die Fußballabteilung entwickelte sich stetig aufwärts.
 Im August 1921 fand die Platzweihe des vom Verein erstellten Fußballplatzes statt.
1926 erfolgte die Trennung von Fußball und Turnen. Die Fußballer gründeten den Fußballverein Steinmauern. Beide Vereine leben seither in einträglicher Harmonie nebeneinander.

Die nächste wichtige Station im Leben des Vereines war das 25jährige Stiftungsfest, das im Juni 1934 abgehalten worden ist. Dies war im Ankergarten unter den Apfel- und Zwetschgenbäumen, immer noch ohne Festzelt. Die tragenden Säulen dieser Generation waren Karl Götz, Ignatz Jung, die späteren langjährigen Vorstände, Nikolaus Kölmel Kassier, Hermann Böll Turnwart u. a., Albert Unser, Alfred Kölmel, Joachim Götz usw. Das einmalige an diesen Männern war, dass sie auch sehr gute aktive Turner waren, obwohl sie die ganze Vorstandschaft stellten. Ignatz Jung, der ein Spitzenturner im Gau Mittelbaden war, hat beim Deutschen Turnfest 1934 in Stuttgart einen Platz unter den ersten 30 im Gerätezwölfkampf erturnt!

1939 haben wieder kriegerische Wolken den Vereinshorizont überzogen, und wie allerorts mussten auch in Steinmauern die Männer und die Jugend zu den Waffen. Dieses Mal kehrten 21 Vereinsmitglieder nicht mehr in die Heimat zurück. Nach Kriegsende war zunächst einmal die Turnerei verboten und wir durften aus wehrsportlichen Gründen nur Freiübungen ausführen.

Eine erste Zusammenkunft im turnvereinlichen Sinne gab es am 02.04.1949 im Gasthaus "Zum Anker".
Dort hat sich dann die erste Nachkriegsvorstandschaft konstituiert und hatte folgende Namen:

1. Vorstand        Karl Götz
2. Vorstand        Ignatz Jung
Kassier              Nikolaus Kölmel
Schriftführer      Herbert Bruder
Turnwart            Hermann Böll
Jugendwart       Herbert Bruder
Beisitzer           Adolf Bollweber
                         Albert Unser
                         Alfred Kölmel
                        Joachim Götz

Diese Vorstandschaft prägte in den nächsten Jahren Gesicht und Inhalt des Vereins. Das Vereinsleben normalisierte sich wieder zusehends und die Weihnachtsfeiern, Gartenfeste, Kaffeekränzchen bekamen wieder Gestalt und Inhalt. Übrigens sind die Sommerfeste bereits seit Pfingsten 1938 Bestandteil gesellschaftlicher Veranstaltungen in Steinmauern und feste Tradition.

1959 wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung das 50- jährige Bestehen gefeiert. In einem eindrucksvollen Festbankett fand die Vereinswürdigung und seiner Repräsentanten statt. Ein langer Festzug zog nach einem feierlichen Festgottesdienst durch die Ortsstraßen und fröhlich ging es auf dem Festplatz im Ankergarten zu.
Nach dem 50- jährigen Stiftungsfest wurde es wieder etwas stiller im Verein und man baute eine neue Abteilung, das Frauenturnen, damals noch Mädchen, auf.
Dies geschah zwar schon vor dem Jubiläum und konnte jetzt aber speziell aufgebaut und organisiert werden. Neue Turnernamen prangen nun am Turnerhimmel in Steinmauern und Stefan Götz, Konrad Sehn, Hans Kölmel, Alfons Karle, Roswitha Werle, Helga Fettig, Liesel, Zoller, Annemarie Fettig, Wilma Fettig u. v. a. gaben nun dem Verein turnsportliches Gepräge. Die Erbauung der Turnhalle für Schul- und Vereinssport nahm Gestalt an und Räumlichkeiten, Übungszeiten und Übungsgeräte waren um ein vielfaches im Angebot gestiegen.
Auch der Saal im Anker hatte endlich ausgedient, als am 5. Oktober 1963 zusammen mit der neuen Schule, eine Turnhalle eingeweiht wurde. Ihr baldiger Umbau zu einer Turn- und Festhalle, deren Einweihung dann am 19. September 1981 stattfand, stellte den Verein vor neue Probleme, die er aber überwand, indem er einen Kleinbus kaufte, mit dem die Turner zu auswärtigen Sportstätten gefahren werden konnten.

Das Jubiläum zum 75- jährigen Vereinsbestehen wurde 1984 mit einem
4- tägigem Zeltfest an Pfingsten gefeiert. Diese war wohl eines der größten Feste, welche in Steinmauern bisher gefeiert wurden. Sogar das Radio war mit einer Live- Übertragung zugegen. Unter Beteiligung der örtlichen Vereine zog am Pfingstsonntag ein bunter Umzug durch den Ort.

Seit 1991 findet alljährlich an Christi Himmelfahrt ein Heckenfest am Ortsausgang im Spich auf dem Anwesen der Familie Böll statt. Mit seinen kulinarischen Köstlichkeiten ist diese Veranstaltung weit über Steinmauern hinaus bekannt.

In den Jahren 1994 und 1995 gab es einige Erneuerungen in der Vereinsspitze.
Ein schwerer Schock für den Verein war 1994 der Tod von Franz Lorenz. Mit Franz Lorenz, der viel Jahre als erster bzw. als 2. Vorsitzender an vorderster Stelle im Verein stand verlor die Turnerschaft einen der Macher der vergangenen Jahre. Er wird unvergessen bleiben.

1994 übernahm Karlheinz Kraus das Amt des Schriftführers nachdem er zuvor 12 Jahre als Vereinskassier tätig war. Doris Dietz wurde neuer Kassier.

1995 trat Lothar Kölmel als 1. Vorsitzender nach 18 jähriger Tätigkeit zurück. Zuvor war er bereits 2 Jahre als Kassier tätig. Mit Jürgen Böll fand man einen würdigen Nachfolger. Als ehemaliger Turner und Oberturnwart ist er ein Mann der Praxis der aus einer großen Turnerfamilie stammt.

Der Verein feierte im Jahr 2009 sein 100- jähriges Bestehen mit vielen Aktivitäten und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, u.a. Ehrungsbankett, Heckenfest, Jubiläumsfest mit Festzug und Weihnachtsfeier.
Zu diesem Anlass wurde von Karlheinz Kraus ein ansprechendes Festbuch mit vielen Bildern und der aktuellen Chronik des Vereins erstellt.

Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100- jährigen Vereinsbestehen gab Jürgen Böll Ende 2009 seinen Posten des Vorsitzenden ab. Wolfgang Götz wurde zum neuen ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt.
2012 gab Kurt Böll, der langjährige zweiten Vorsitzende, seine Amt aus Altersgründen ab. Sein Nachfolger wurde Karlheinz Kraus, der gleichzeitig schon seit vielen Jahren das Amt des Schriftführers ausübt.

Heute zählt die Turnerschaft Steinmauern über 400 Mitglieder, davon ist zirka die Hälfte in einer der vielen Gruppen innerhalb des Vereins sportlich aktiv.

Für die aktiven Mitglieder bietet der Verein ein breit gestreutes Angebot:

Turnen weiblich und männlich für alle Altersstufen. Sowohl als Leistungsturnen als auch als Freizeitsport.
Eltern- Kind Turnen
Hausfrauengymnastik
Aerobic- Step- Gymnastik
Fitness für Jedermann
Kurse wie "RückenFit" und "Zumba"
Radsport Freizeitgruppe

Alle Übungsleiter sind ehrenamtlich tätig, und erhalten lediglich zu Weihnachten eine kleine Aufwandsentschädigung, die oftmals nicht die eigenen Kosten decken.

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